Den weiten Weg zum niederrheinischen Kultverein Borussia Mönchengladbach nahmen wir zum Sonntag in Kauf. Mit lecker „Eibemme“ in der Tasche hatten wir gerade mal Zeit für eine Pause. Vor dem Stadion ein sehr hohes Verkehrsaufkommen schon auf den Autobahnen beginnend, schafften wir es dennoch rechtzeitig in den BORUSSIA-PARK.

Am Stadion war es friedlich, es gab Anti-RB Aktionen, wo jeder Borussen-Fan in eine kleine Raute sein Verständnis von Tradition äußern konnte. Im Stadion hingen große schwarze Banner „Traditionsverein seit 1900“. Die Fohlen haben eine lange, sehr bewegte Geschichte mit Titeln, Triumphen, aber auch Tränen.

Vor dem Anpfiff sangen die Fans „Kölle steigt ab“ und natürlich „Die Elf vom Niederrhein“, wo sich die Gänsehautentzündung auch bei mir bemerkbar gemacht hatte.

Dann Anpfiff: der Mythos Gladbach gegen die jüngste Mannschaft der Liga. Die Gladbacher Ultraszene hatte sich in den ersten 19min einen Stimmungsboykott auferlegt, welcher das ein oder andere Mal versucht wurde zu brechen. Während des Spiels dann immer wechselnde, teils kreative Spruchbänder. Im Leipziger Block war über die gesamte Zeit bei den ca. 1400 Mitgereisten gute und ausgelassene Stimmung, das Spiel verlief ja auch zu unseren Gunsten.

Es war ein gutes und spannendes Bundesligaspiel, wo wir unsere Chancen genutzt haben. Erwähnenswert für mich ist die Entstehung des 0:1. Von der Mittellinie Keita – Sabitzer – Keita – Compper alles per Direktzuspiel bzw. maximal eine zusätzliche Ballberührung, dann kurzes Dribbling von Werner – Burke – Sabitzer (per Hacke) – Werner und Forberg eiskalt ins Tor. Und das vor der Nordkurve! 45. Min. Elfmeter: Nervenflattern bei Hazard, Gulasci hält. 55. Minute Einwurf Wendt, Ball kommt über Keita zu Forsberg, Selbiger auf Werner und flach ins untere linke Eck 0:2.  In der 81. Minute trifft Vestergaard noch per Kopf für die Fohlen. Bei strittigen Schiedsrichterentscheidungen bzw. gelben Karten wurde regelmäßig die Schuld bei Red Bull gesucht und der Stadionsprecher informierte die enttäuschten Fans nach Abpfiff „Schaut euch um, dass ist das, was man sich für Geld nicht kaufen kann“. Das lassen wir mal so stehen.

Das Catering in diesem wunderschönen Stadion ist Top, keine großen Schlangen und man hat schnell seine Getränke und Currywurst.

Und so sahen die anderen Experten das Spiel:

Impressionen:

Anmerkung der Knautbullenredaktion: Ferienbedingt verspätet veröffentlicht – Sorry!