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Wenn Sport zur Nebensache wird

Es war mal wieder kein schöner Tag für den Fußball. Wir wünschen dem Team und den Anhängern des BVB und der Monegassen viel Kraft beim Aufarbeiten der Vorgänge! Lasst uns gemeinsam abwarten, was die Ermittlungsbehörden herausfinden. Gerüchte und Spekulationen helfen uns allen nicht weiter. Wozu ein Mob fähig ist, der haltlosen Gerüchten aufgesessen ist, beweist sich leider immer wieder.

Egal ob es ein Terrorakt war oder ein verwirrter Feind der schwarz-gelben: Wollen wir hoffen, dass die gesamte Fußballcommunity zumindest insoweit „Positives“ aus dem Vorfall herauszieht, dass auch die, die das Thema Gewalt rund um unseren Sport eher entspannt gesehen haben, ihre Haltung überdenken werden.

Der Vorstand im Namen aller Knautbullen

Leere Plätze – Wenn Fußball zur Nebensache wird.

11. März. Wir verlieren gegen die Wölfe. Verdient. Doch es spielt für den Rest des Abends keine Rolle mehr. Denn nach dem Spiel musste wir eine traurige Nachricht zur Kenntnis nehmen: Auf dem Weg zum Stadion erleitet ein RB-Fan einen Zusammenbruch. Weder die Ersthelfer, noch der hinzugerufene Rettungsdienst konnten ihm helfen – der Mann stirbt wenig später im Krankenhaus. 

Leider kein Einzelfall. Der Club musste am Samstag morgen den Tod eines langjährigen Fanprojektmitarbeiters bekanntgeben. Die Lilien aus Darmstadt trugen anlässlich des ersten Todestages Ihres Fans Johnny Heimes Sondertrikots mit der Aufschrift der Stiftung „Du musst kämpfen“. Johnny litt seit seinem 14. Lebensjahr an einem Hirntumor, aber er weigerte sich standhaft, das ihm drohende Schicksal anzunehmen und gründete die Stiftung zugunsten Krebskranker. Am 13.3.2016 – also morgen vor einem Jahr verstummte die Dortmunder Süd, weil zwei Fans im Stadion reanimiert werden mussten, von denen für einen jede Hilfe zu spät kam. Auch während unserer sehr kurzen Klubgeschichte mussten wir schon eine Verluste aus unserem Umkreis hinnehmen – Stadiongedenkminuten (z.B. die Aktion #77) inklusive.

Der Fußball schreibt viele schöne und tragische Geschichten. Doch die tragischen Geschichten sind nichts im Vergleich dazu, wenn ein Fan, ein Freund, ein Familienmitglied sein Leben lässt – vor, während oder nach dem Spiel. Es spielt keine Rolle, welche Lieder diese Fans sangen, ebensowenig, welche Schals sie um den Hals gebunden haben. Es ist gleichgültig, ob ihre Clubs 1898, 1909 oder 2009 gegründet worden: Sie alle hinterlassen eine Lücke. Wir Knautbullen fühlen mit den Familien, Angehörigen und Freunden der Verstorbenen und sprechen ihnen unser tiefstes Mitgefühl aus. Wir wünschen ihnen alle Kraft, die sie brauchen, um den Verlust zu verschmerzen.

Egal, wie gut oder schlecht wir ihn kannten, egal, wie er zu RB Leipzig stand: Jeder Fußballfan, der nicht mehr im Stadion jubeln und leiden, singen, springen, brüllen, feiern, fluchen … kann, hinterlässt einen leeren Platz. In jedem Stadion. Auf der Ganzen Welt.

Ruhet in Frieden!

Zu Gast in Deutschlands größtem Stadion

Vorerst kein Reisebericht – Gute Besserung den Opfern der sinnlosen Gewalt! Mögen die, die „Keine Kollektivstrafen!“ rufen, den Arsch in der Hose haben und bei der Ergreifung der Gewalttäter mitwirken!

Links zum Spiel und den traurigen Randbedingungen.

UPDATE:

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